Terminmarkt: Stärke zur Vorwoche

Der Preis fiel zur Vorwoche um 1,38 US-Dollar, während die Spekulanten ihre Positionierung kaum veränderten und sich deutliche relative Stärke zeigte. Zum Open Interest sind die Daten so schlecht, wie zuletzt in 2018 und haben damit einen neuen Extremwert erreicht. Das Sentiment ist immer noch extrem bullisch. Es gibt weiterhin das Potenzial für einen Long Drop. Ein weiterer Preisanstieg kann nur durch starke Investmentnachfrage entstehen oder durch eine Einschränkung der Minenproduktion, denn die Spekulanten am Terminmarkt sind größtenteils alle bereits auf der Käuferseite. Es ist gut möglich, dass es erst noch einmal zu einer Bereinigung und einem Abschütteln der Spekulanten kommt, bevor sich die Hausse am Gold- und Silbermarkt fortsetzen wird.

Silver Commitments of Traders 11.01.2021

Die Terminmarktdaten für Silber sind im Verkaufsbereich, insbesondere im Verhältnis zum Open Interest

Silver Big4 11.01.2021

Die Positionierung der großen vier Händler ist noch extrem hoch, was üblicherweise für eine weitere Konsolidierung spricht

Der Silberpreis in US-Dollar zeigt im kurzfristigen Chart den Einbruch des Silberpreises in der letzten Woche, nachdem der Widerstand bei 28 US-Dollar erreicht wurde. Aufgrund der im Markt genannten Faktoren kam es letztlich zu einem Long-Drop am Terminmarkt. Dieser war längst überfällig. Es ist möglich, dass sich der Terminmarkt jetzt über die nächsten Wochen und eventuell Monate über die Zeitachse bereinigen wird. Dabei könnte der Silberpreis in der Handelsspanne zwischen 22 US-Dollar auf der Unterseite und 28 US-Dollar auf der Oberseite gefangen bleiben. Charttechnisch fiel der Silberpreis zurück auf die wichtige Unterstützung bei 24,50 US-Dollar, wo sich Käufer fanden. Hält diese Unterstützung, ist ein erneuter Angriff auf 28 US-Dollar wahrscheinlich, was bullisch wäre. Fällt hingegen die Unterstützung, so wäre dies ein Indiz dafür, dass die Korrektur noch ein paar Wochen länger andauern wird.

Silver Commitments of Traders II 11.01.2021

Der Silberpreis brach nach dem Erreichen eines Widerstands und dem Bruch des Aufwärtstrends ein

Auch der kurzfristige Chart in Euro zeigt den Rückgang des Silberpreises. Hier zeigt sich jedoch ein schöner Pull-Back an den ehemaligen Abwärtstrend. Sollte der Preis nicht mehr unter das Tief der Vorwoche fallen und später sogar der Widerstand bei 22,50 Euro genommen werden können, so wäre dies extrem bullisch für Silber. Die Rallye könnte sich dann schnell und dynamisch fortsetzen. Über 22,50 Euro gibt es ein weiteres Kaufsignal.

Silver Commitments of Traders III 11.01.2021

Der Silberpreis in Euro testet gerade den ehemaligen Abwärtstrend

Der Tageschart zeigt, dass die 200-Tagelinie noch ein Stück entfernt liegt. Womöglich wird diese noch einmal getestet werden, bevor sich die Hausse fortsetzen wird. Der Preis könnte noch einige Zeit in der Handelsspanne zwischen 22 US-Dollar und 28 US-Dollar verbleiben. Grundsätzlich hat der Ausbruch aus dem Abwärtstrend ein mittel- bis langfristiges Kaufsignal geliefert.

Silver Commitments of Traders IV 11.01.2021

Womöglich dauert die Konsolidierung noch etwas an

Im Langfristchart bildet sich gerade eine Art Flaggenformation aus. Wird diese in den nächsten Wochen oder Monaten bullisch aufgelöst, so folgt ein Anstieg, der den Preis schnell auf 48 US-Dollar katapultieren könnte. Je länger der Preis in der Handelsspanne verharren wird, desto explosiver wird letztlich der Ausbruch werden. Rücksetzer auf 22 US-Dollar bieten mittel- bis langfristige Kaufmöglichkeiten. Es ist gut möglich, dass Silber noch in 2021 bis auf 48 US-Dollar ansteigen wird.

Silver Commitments of Traders V 11.01.2021

Sobald die Handelsspanne mit Preisen über 28 US-Dollar verlassen wird, dürfte es zu einem Anstieg auf 48 US-Dollar kommen

Beste Grüße

Markus Blaschzok Chefökonom SOLIT / Inhaber Blaschzok Research

Über den Autor

Markus Blaschzok ist als Dipl.-Betriebswirt (FH) und Certified Financial Technician Autor eines bekannten Marktkommentars mit dem Schwerpunkt auf Edelmetalle, Rohstoffe und Austrian Economics sowie eines Premium-Informationsdienstes für Händler, Trader und Investoren. Vor der Gründung seines Research-Unternehmens im Jahr 2010 war er Chef-Analyst bei einem international tätigen Edelmetallhändler mit Sitz in München. Seit 2015 ist er Chef-Analyst bei der SOLIT Gruppe.