CoT-Daten für Gold vom 20. Januar

Im neuesten CoT-Report sehen wir eine Stärke zur Vorwoche und ein Defizit am Goldmarkt. Der Goldpreis fiel um 4 US-Dollar, doch sind die Spekulanten mit 10 Tsd. Kontrakten Short gegangen. Der CoT-Index OI hat sich dabei um 4 Punkte auf 34 verbessert.

Eine Schwalbe macht bekanntlich noch keinen Sommer und so sind die Daten mit 34 Punkten auch weiterhin bärisch und so schlecht, wie zuletzt vor zwei Jahren. Das Sentiment ist extrem bullisch und so sprechen die CoT-Daten eher für eine Ausweitung der Korrektur, anstatt für einen Preisanstieg in den nächsten Wochen und Monaten.

Gold - Commitments of Traders

Die Terminmarktdaten für Gold sind bärisch und so schlecht wie zuletzt vor zwei Jahren

Gold - Big 4

Die BIG 4 halten eine historisch hohe Shortposition am Terminmarkt, was ein kurzfristig bärisches Indiz ist

Die Goldbullen wurden im November über 2.080 US-Dollar abgefischt und die Rallye endete mit einem starken Preiseinbruch, was ein extremes Warnsignal war. Während das Sentiment immer bullischer wurde, scheiterten die Goldbullen nochmals am Widerstand bei 2.080 US-Dollar im Dezember, womit die Bären nun am Zug sind. Der Terminmarkt zeigt, dass das Sentiment so bullisch ist wie zuletzt vor zwei Jahren. Die Wahrscheinlichkeit ist nun sehr hoch, dass als nächstes die Unterstützung bei 2.000 US-Dollar fallen wird und sich die Korrektur ausweiten wird. Ein erneuter Test der Unterstützung bei 1.800 US-Dollar ist in den nächsten durchaus denkbar.

Kurzfristig agierende Trader waren bereits am Widerstand bei 2.080 US-Dollar antizyklisch Short gegangen, während es unter 2.000 US-Dollar ein weiteres prozyklisches Kaufsignal geben wird mit einem ersten Ziel bei 1.900 US-Dollar.

XAU/USD (Daily)

Der Widerstand bei 2.080 US-Dollar hat mehrmals gehalten. Die Unterstützung bei 2.000 US-Dollar dürfte als nächstes brechen

Goldpreis in Euro

Da wir von einer Fortsetzung der Dollarstärke ausgehen, erwarte ich eine bessere Entwicklung des Goldpreises in Euro in diesem Jahr. Fällt der Goldpreis in US-Dollar auf 1.800 US-Dollar, so dürfte der Goldpreis in Euro womöglich noch einmal die Unterstützung bei 1.740 Euro testen.

Der erneute Rücksetzer auf 1.740 Euro stellt dann eine erneute Kaufchance dar, die man nicht verpassen darf, denn dem Euro steht in den nächsten 12 Monaten eine weitere deutliche Abwertung bevor, auf die der Goldpreis in Euro mit einem deutlichen Preisanstieg reagieren wird.

Gold/EUR (Daily)

Der Goldpreis in Euro sollte von einer weiteren Euroschwäche profitieren. Ein Rücksetzer auf 1.740 Euro war wiederholt eine geschenkte Kaufgelegenheit

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Beste Grüße

Markus Blaschzok Chefökonom SOLIT / Inhaber Blaschzok Research

Über den Autor

Markus Blaschzok ist als Dipl.-Betriebswirt (FH) und Certified Financial Technician Autor eines bekannten Marktkommentars mit dem Schwerpunkt auf Edelmetalle, Rohstoffe und Austrian Economics, sowie eines Premium-Informationsdienstes für Händler, Trader und Investoren. Vor der Gründung seines Research-Unternehmens im Jahr 2010 war er Chef-Analyst bei einem international tätigen Edelmetallhändler mit Sitz in München. Seit 2015 ist er Chef-Analyst bei der SOLIT Gruppe.