CoT-Daten für Palladium vom 14. Juni:

Die Terminmarktdaten zeigten extreme Schwäche in der Vorwoche, doch sahen wir in der neuen Woche eine leichte Stärke. Es ist auch eine leichte Stärke zum Vormonat zu sehen. Sobald die Korrektur am Edelmetallmarkt abgeschlossen ist, ist auch mit einer Erholung bei Palladium zu rechnen – womöglich erneut bis 1.000 US-Dollar oder sogar etwas darüber. Mit einem CoT-Index von 77 Punkten gäbe es zwar Potenzial nach oben, doch solange es ein Überangebot am Markt gibt, wird das nicht viel helfen.

Es gibt weiterhin keinen Grund optimistisch oder gar euphorisch für Palladium zu sein. Es sieht danach aus, als würde sich die trendlose Seitwärtsphase erst einmal fortsetzen, wobei das Risiko einer starken Preiskorrektur mit einer Rezession weiterhin bestehen bleibt.

Mit einem COT-Index OI von 77 Punkten ist Palladium zwar überverkauft, doch zeigte sich im letzten Jahr Schwäche in den Daten

Technische Chartanalyse

Der Palladiumpreis konnte bisher nicht von der Rallye am Goldmarkt profitieren, was die Schwäche bzw. das Überangebot am Markt deutlich aufzeigt. Die wichtige langjährige Unterstützung bei 850 US-Dollar wird aktuell wieder einmal angelaufen. Die technische Erholung der letzten Monate am Palladiummarkt war nur von kurzer Dauer, wie wir es erwartet hatten, da es ein persistentes Überangebot am physischen Markt gab. Folglich folgte auf die kurze Rallye ein noch erneuter Preisrückgang auf die langfristige Unterstützung bei 850 US-Dollar je Feinunze.

Im Falle einer Rezession mit einer Verkaufspanik an den Märkten, wäre es möglich, dass der Palladiumpreis nochmals stark einbricht, weshalb man mindestens eine drastische Lockerung der Geldpolitik als Reaktion auf eine Rezession abwarten sollte, bevor man in Palladium investiert. Auch ein Preis von 570 US-Dollar je Feinunze wäre in einer Wirtschaftskrise denkbar.

Erst über 1.050 US-Dollar würde der Abwärtstrend brechen und erneut Anstiegspotenzial bis 1.200 US-Dollar entstehen, doch solange die Korrektur am Goldmarkt läuft, ist die Wahrscheinlichkeit äußerst gering, dass es zu diesem Szenario kommt.

Wenn die Unterstützung bei 850 US-Dollar fällt, gibt es deutlich mehr Korrekturpotenzial für Palladium

Wenn die Unterstützung bei 850 US-Dollar fällt, gibt es deutlich mehr Korrekturpotenzial für Palladium

Langfristige Analyse

Die sinkende Nachfrage durch den Umstieg auf Elektrofahrzeuge sowie das wachsende Angebot durch den Anstieg des Sekundärangebots aus dem Recycling von Katalysatoren, könnten für einen Überschuss von 300 Tsd. Unzen im Jahr 2024 sorgen, weshalb der Verkaufsdruck am Palladiummarkt anhalten dürfte. Eine wirtschaftliche weltweite Abkühlung belastet zudem den Preis.

Der Palladiumpreis erreichte jetzt wieder die langfristige Unterstützung bei 850 US-Dollar. Mit einer Rezession wäre ein nochmaliger starker Preiseinbruch denkbar. Die nächsten technischen Unterstützungsmarke liegt bei 850 US-Dollar und darunter bei 570 US-Dollar, was in einer Rezession im Rahmen eines Nachfrageschocks durchaus erreicht werden könnte. Dort sehe ich eine gute Chance für einen langfristigen Einstieg in Palladium.

Der Bärenmarkt dauert bereits seit zwei Jahren an und ein Ende dessen ist erst nach einer Rezession in Sicht

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Beste Grüße

Markus Blaschzok Chefökonom SOLIT / Inhaber Blaschzok Research

Über den Autor

Markus Blaschzok ist als Dipl.-Betriebswirt (FH) und Certified Financial Technician Autor eines bekannten Marktkommentars mit dem Schwerpunkt auf Edelmetalle, Rohstoffe und Austrian Economics sowie eines Premium-Informationsdienstes für Händler, Trader und Investoren. Vor der Gründung seines Research-Unternehmens im Jahr 2010 war er Chef-Analyst bei einem international tätigen Edelmetallhändler mit Sitz in München. Seit 2015 ist er Chef-Analyst bei der SOLIT Gruppe.