Der Preis für Gold war binnen der vergangenen zwei Jahre zeitweise um über 70 % angestiegen und der Silberpreis verbuchte im August gar ein Plus von über 100 %. In diesem Jahr gewann die Rallye noch einmal an Momentum, nachdem die Notenbanken mit QE-Programmen auf die katastrophalen Folgen der Shutdowns ganzer Volkswirtschaften antworteten und damit eine neue Abwertungsrunde der Fiat-Währungen einläuteten.

Die Preise korrigieren

Seit sieben Wochen korrigieren die beiden monetären Edelmetalle diesen starken Anstieg, was ein natürlicher und normaler Vorgang ist. Jede Hausse wird von einer Vielzahl zeitweiliger Korrekturen und Preisrücksetzern geprägt, in denen mittelfristige spekulative Exzesse bereinigt werden. Während der Silberhausse der Jahre 2003 bis 2011, als sich der Silberpreis von 5 US-Dollar auf 50 US-Dollar verzehnfacht hatte, wurden so gut wie alle mittelfristigen Preisanstiege zumeist um die Hälfte korrigiert. Die einzige Ausnahme war die Endphase der Hausse, als die öffentliche Beteiligung im Zuge der Kredit- und Währungskrise von 2008 / 2009 panikartige Züge annahm und der Preis über anderthalb Jahre ohne größere Korrektur ansteigen konnte, womit die Hausse dann letztlich ihr Ende fand. Gerade im ersten Drittel einer Hausse gibt es häufig starke Korrekturen, die vorherige Anstiege teilweise komplett korrigieren, während die Endphase von irrationalen Überschwängen und Kaufpanik geprägt ist und die Korrekturen geringer ausfallen.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Silberpreis in der vergangenen Handelswoche wieder auf 21,70 US-Dollar fiel, womit der Anstieg seit August um zwei Drittel und der Anstieg seit März um ein Drittel korrigiert wurde. Während Korrekturen am Goldmarkt traditionell deutlich schwächer ausfallen, bietet der hochvolatile Silbermarkt dem smarten Investor und Trader sehr gute Möglichkeiten für zusätzliche Gewinne. Auch wir hatten diesen Rücksetzer erwartet und unsere Kunden und Premium-Abonnenten im letzten Monat frühzeitig darüber in Kenntnis gesetzt, dass ein Rücksetzer auf 21 US-Dollar wahrscheinlich sei.

Silber seit 1950 – 28.09.2020

Silber ist bekannt für seine hohe Volatilität, die man gut für taktische Käufe nutzen kann

Der Goldpreis fiel in der vergangenen Woche auf 1.848 US-Dollar und der Silberpreis auf 21,70 US-Dollar, nachdem der USD-Index wichtige Abwärtstrends und Widerstände überwunden hatte. Das Gold-Silber-Ratio stieg wieder auf hohe 81 an. Am Devisenmarkt zeichnet sich aktuell eine große Trendwende ab, die für einen stärkeren US-Dollar und einen schwächeren Euro in den kommenden Monaten sorgen dürfte. Beim US-Dollar wäre sogar ein kurzzeitiger Short-Squeeze möglich, da die Positionierung der Spekulanten am Terminmarkt aktuell ein historisches Extremniveau erreicht hat. Dieser Short-Squeeze dürfte zu einer realen Dollarstärke führen, die noch einmal auf die Edelmetallpreise drücken könnte.

Was machen die Minen?

Die Goldminen im HUI und auch die Silberminen im XAU wurden mit dem Preisrückgang bei den Edelmetallen in der letzten Woche ebenso abverkauft. Da der Preiseinbruch beim Silber stärker war, waren einige Silberminen vergangene Woche sogar 30 % bis 40 % unter dem Hoch der letzten Wochen zu haben. Wir hatten in den letzten sechs Wochen ebenfalls zu Gewinnmitnahmen bei den Minen geraten, um nach einer Korrektur der Edelmetallpreise diese wieder günstiger zurückkaufen zu können. Unser Korrekturziel für den HUI liegt weiterhin bei 280 bis 290 Punkten, wobei der Index vergangene Woche bereits auf 308 Punkte fiel. Sollte der Goldpreis noch unter 1.800 US-Dollar fallen, dürfte es sich beim HUI im Bereich um die 280 Punkte eine gute antizyklische Kaufchance ergeben. Wir halten es für möglich, dass der HUI-Minenindex im kommenden Jahr wieder auf 600 Punkte ansteigen wird, wenn der Goldpreis seine Hausse ebenfalls fortsetzen wird.

Dashboards 28.09.2020

Die Notenbanken werden in den nächsten Jahren die Geldmenge weiter inflationieren, was die Basis der Goldhausse sein wird

Die Europäische Zentralbank (EZB) und die amerikanische Notenbank (Fed) werden weiterhin gemeinsam mit den Fiskalprogrammen der Regierungen für reale Negativzinsen und die finanzielle Repression der Bürger über die Enteignung mittels der Inflationssteuer sorgen. Die Gelddruckprogramme können kontraproduktiv sein und verlangsamen eine wirtschaftliche Erholung, ebenso wie die Fiskalprogramme, da den Bürgern das Geld für sinnvolle Investments fehlen wird. Die Coronakrise hat die Schwäche der europäischen Wirtschaft enthüllt, die vor dem Shutdown lediglich ein potemkinsches Dorf war und bereits am Anfang der Rezession stand. Einer gesunden Wirtschaft in einem stabilen gesunden Geldsystem, wie beispielsweise einem Goldstandard, hätte weder eine Pandemie noch ein Shutdown nur annähernd so viel Schaden zufügen können, wie in der aktuellen Krise. Die Notenbanken sind oft die Bremser von realem Wirtschaftswachstum und Wohlstand, da sie der Wirtschaft das Geld für Investitionen und Arbeitsplätze entziehen und somit Wachstum hemmen können.

Die Geldpolitik wird zunehmend mehr Investoren in den Gold- und Silbermarkt ziehen, die ihre Positionen langfristig als Inflationsschutz halten werden. Es stellt sich daher nicht die Frage, ob angesichts der sicheren weiteren Abwertung der Fiat-Währungen durch die Gelddruckprogramme die Edelmetallpreise weiter ansteigen werden, sondern nur wie hoch und wie schnell diese künftig ansteigen werden. Verpassen Sie nicht diese Chance für erneute Käufe nach dieser aktuellen Preiskorrektur, sichern Sie Ihr Vermögen gegen Inflation ab und erzielen Sie reale Gewinne in dem aktuellen Stagflationsjahrzehnt!

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Beste Grüße

Markus Blaschzok Chefökonom SOLIT / Inhaber Blaschzok Research

Über den Autor

Markus Blaschzok ist als Dipl.-Betriebswirt (FH) und Certified Financial Technician Autor eines bekannten Marktkommentars mit dem Schwerpunkt auf Edelmetalle, Rohstoffe und Austrian Economics, sowie eines Premium-Informationsdienstes für Händler, Trader und Investoren. Vor der Gründung seines Research-Unternehmens im Jahr 2010 war er Chef-Analyst bei einem international tätigen Edelmetallhändler mit Sitz in München. Seit 2015 ist er Chef-Analyst bei der SOLIT Gruppe.