Der Goldpreis erholte sich am Montag auf 4.370 US-Dollar je Feinunze, nachdem dieser in der vergangenen Woche auf 4.000 US-Dollar gefallen war. Eine technische Erholung des Goldpreises wurde durch die Hoffnung auf einen Iran-Deal verstärkt, da ein sinkender Ölpreis den Energieschock und somit die importierte Inflation mildert und so kurzfristig etwas Druck von den Notenbanken nimmt, die Zinsen weiter anzuheben.

Nach den Fed Funds Futures erwarten die Märkte zu der ersten Pressekonferenz des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh am heutigen Abend keinen Zinsschritt. Trotz des Iran-Deals haben sich die Markterwartungen bisher wenig entspannt und man rechnet mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 58 % mit zumindest einer Zinserhöhung bis Jahresende, da die Konsumentenpreise zuletzt stark gestiegen waren.

Die US-Verbraucherpreise stiegen im Mai mit 4,2 % (+3,8 % z. Vormonat) deutlich an und erreichten damit den höchsten Stand seit April 2023. Gleichzeitig fielen auch die Erzeugerpreise (PPI) mit einem Anstieg von 1,1 % zum Vormonat (+6,5 % YoY) heiß aus, wobei insbesondere die gestiegenen Energiepreise für den Preisanstieg verantwortlich waren. Die Güterpreise legten um 2,8 % zu und verzeichneten den stärksten Anstieg seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2009. Die Daten unterstreichen, dass der Krieg im Mittleren Osten mittlerweile direkt auf die Preisentwicklung durchschlägt und den Handlungsspielraum der Notenbanken einschränkt.

Daher liegt der Fokus der Märkte heute auf dem Zinsentscheid der US-Notenbank samt anschließender Pressekonferenz am heutigen Abend. Entscheidend wird sein, ob der neue Fed-Chef seine hawkische Sicht auf die Geldpolitik in sein neues Amt mitnimmt oder erste Signale einer vorsichtigeren Linie sendet. Neue QE-Programme scheinen unter ihm ausgeschlossen zu sein, insbesondere da den Notenbanken der Handlungsspielraum für Zinssenkungen fehlt. Kevin Warsh will daher einen neuen Weg der Bilanzreduktion gehen und Geld aus dem System nehmen, um so Spielraum für Zinssenkungen am kurzen Ende zu erhalten. Es bleibt abzuwarten, ob er dieses Ideal in der Praxis letztlich auch gegen den möglichen Widerstand seiner Kollegen durchsetzen kann.

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Die kurzfristigen Zinsen in den USA liegen weiterhin über der Fed Funds Rate, was Zinssenkungen der Fed aktuell unmöglich macht

Die EZB hob bereits vergangene Woche ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,4 % an und folgt damit letztlich auch den gestiegenen Marktzinsen und dem zuletzt starken Anstieg der Inflation, was die ohnehin schwache Konjunktur im Euroraum zusätzlich belasten wird. Im Mai stiegen die Verbraucherpreise in der Eurozone um 3,2 % an, während die Rendite der 2-jährigen Bundesanleihe bei 2,7 % liegt.

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Die Leitzinsen der USA liegen deutlich über denen der EU

Die Preise in der Eurozone stiegen zuletzt stark an, worauf die EZB mit einer Zinsanhebung reagierte

Übergeordnet bleibt die Geldpolitik deutlich wichtiger als einzelne geopolitische Ereignisse. Die Geopolitik sorgt vor allem für kurzfristige Ausschläge, während die geldpolitische Ausrichtung der Fed den mittel- bis langfristigen Trend bestimmt.

Der Goldpreis hat seinen Aufwärtstrend inzwischen gebrochen und der durch die Hoffnung auf einen Iran-Deal unterstützte Pull Back an den ehemaligen Aufwärtstrend ist bislang lediglich korrektiver Natur. Sollte Kevin Warsh heute hawkisher auftreten, als es der Markt erwartet, dürfte der Goldpreis anschließend wieder zur Schwäche neigen. Fällt die Pressekonferenz hingegen überraschend dovish aus, besteht die Möglichkeit, dass sich die technische Erholung zunächst noch etwas fortsetzen kann.

Die Terminmarktdaten zeigen jedoch, dass die physische Nachfrage zuletzt deutlich nachgelassen hat und sich Schwäche am Terminmarkt für Gold zeigte. Deshalb konnten die Goldbullen den mittelfristigen Aufwärtstrend in der vergangenen Woche auch nicht mehr verteidigen, worauf der Goldpreis auf rund 4.000 US-Dollar fiel.

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Der Goldpreis hat in der letzten Woche eine wichtige Dreifachunterstützung getestet

Zentralbanken bleiben langfristig der wichtigste Stabilisator

Während kurzfristig die US-Geldpolitik und die Entwicklung der Realzinsen den Goldpreis belasten, bleibt die Zentralbanknachfrage der wichtigste langfristige Stabilisator des Marktes. Laut der aktuellen Central Bank Gold Reserves Survey 2026 des World Gold Council erwarten 89 % der befragten Zentralbanken, dass die globalen Goldreserven in den kommenden zwölf Monaten weiter steigen werden. Ein Rekordanteil von 45 % erwartet sogar, die Goldbestände der eigenen Institution aufzustocken, während 54 % unveränderte Bestände erwarten und nur 1 % mit einem Rückgang rechnet.

Die Notenbanken wollen nach eigenen Angaben ihre Goldreserven in diesem Jahr weiter aufstocken

Besonders wichtig ist dabei der strategische Charakter dieser Käufe. 92 % der Befragten nennen das Zinsniveau als relevanten Faktor für ihre Reserveentscheidungen, 88 % geopolitische Instabilität und 79 % Inflationssorgen. Es ist ironisch zu hören, dass sich Notenbanker über Inflation sorgen, die sie durch die Ausweitung der Geldmenge erst selbst verursacht haben.

Auch die langfristige Verschiebung weg vom US-Dollar bleibt ein zentrales Thema. 74 % der befragten Zentralbanken erwarten, dass der US-Dollar-Anteil an den globalen Reserven in fünf Jahren niedriger sein wird. Gleichzeitig gehen 84 % davon aus, dass Gold künftig einen höheren Anteil an den Währungsreserven einnehmen wird. Dies unterstreicht, dass die Zentralbanknachfrage nach Gold strukturell bleiben dürfte, selbst wenn kurzfristig höhere Zinsen und schwächere ETF-Nachfrage auf den Goldpreis drücken.

Bemerkenswert ist zudem, dass 50 % der Zentralbanken, die neue Goldkäufe planen, diese über heimische Kaufprogramme in lokaler Währung finanzieren wollen. Weitere 38 % planen, bestehende Reserveanlagen zu verkaufen. Gleichzeitig diversifizieren Zentralbanken zunehmend ihre Verwahrorte. Die Bank of England bleibt zwar mit 57 % der bevorzugte Lagerort, doch 9 % der Befragten haben ihre heimische Lagerung bereits erhöht und 10 % ihre Auslandsverwahrung breiter gestreut. Das zeigt, dass Gold zunehmend als strategischer Vermögenswert in einer unsichereren Weltordnung wahrgenommen wird.

ETF-Abflüsse von westlichen Investoren im Mai

Auch die ETF-Nachfrage sendet mittlerweile gemischte Signale. Nachdem Gold-ETFs zwischen Februar und April noch kräftige Zuflüsse verzeichnet hatten, kam es im Mai zu Nettoabflüssen von rund 2 Mrd. US-Dollar. Besonders asiatische und nordamerikanische Investoren reduzierten ihre Bestände, während Europa als einzige Region noch Zuflüsse verzeichnete. Das deutet darauf hin, dass institutionelle Investoren zunehmend vorsichtiger werden und auf die weitere Entwicklung der Geldpolitik warten. Während die Zentralbanken den Goldmarkt langfristig stabilisieren, fehlt aktuell zunehmend die Unterstützung westlicher Investoren. Genau das passt zu den Terminmarktdaten, die zuletzt ebenfalls eine nachlassende physische Nachfrage signalisierten.

Sollte das hohe Zinsniveau bestehen bleiben oder sogar weiter steigen, dürfte zusätzlicher Verkaufsdruck auf Gold entstehen. Ein weiterer möglicher Einbruch am Krypto- oder Aktienmarkt könnte Gold zwar zeitweise als sicheren Hafen stützen, doch ohne neue Liquidität bleiben die Rahmenbedingungen sowohl für Bitcoin, den Aktienmarkt als auch für Gold schwierig.

Sobald die Notenbanken jedoch wieder gezwungen werden, Liquidität bereitzustellen, dürfte sich das Umfeld nachhaltig verbessern und der Goldpreis auf neue Allzeithochs ansteigen.

Silberpreis erholt sich auf 71 US-Dollar

Der Silberpreis fiel in der vergangenen Woche auf ein Drei-Monats-Tief bei 61,50 US-Dollar und konnte sich zuletzt wieder auf rund 71 US-Dollar erholen. Dennoch bleibt das Chartbild angeschlagen. Der Aufwärtstrend wurde gebrochen und bislang handelt es sich lediglich um eine technische Erholung an das vorherige Ausbruchsniveau.

Für zusätzliche Verwerfungen sorgte vor einem Monat Indien, dessen Regierung überraschend die Importabgaben auf Gold und Silber von 6 % auf 15 % erhöhte, woraufhin Industrieunternehmen und Händler ihre Käufe massiv vorzogen und ihre Lagerbestände auffüllten. Diese Sondernachfrage trieb den Silberpreis innerhalb weniger Tage um rund 22 % auf über 89 US-Dollar. Nachdem die neue Steuer in Kraft getreten war und die Nachfrage sofort abebbte, wurde der komplette Preisanstieg wieder negiert. Umso drastischer war der folgende Einbruch des Silberpreises von einem erhöhten Preisniveau bei 89 US-Dollar auf 61,50 US-Dollar in der letzten Handelswoche.

Übergeordnet bleibt auch Silber stark von der Entwicklung des Goldpreises und der weiteren Konjunkturentwicklung abhängig. Hohe Zinsen, steigende Energiekosten und eine schwächere Wirtschaft dürften insbesondere die industrielle Nachfrage belasten, während die Investmentnachfrage nach Ansicht von Metals Focus und des Silver Institute stark bleiben und so für ein Defizit in diesem Jahr sorgen sollte.

Die Kernbotschaft bleibt daher unverändert: Kurzfristig dominieren Geldpolitik und Zinsen den Markt, während die Zentralbankkäufe Gold langfristig stabilisieren. Solange die Notenbanken hawkish bleiben, überwiegen kurzfristig die Risiken. Aus diesen Risiken erwachsen jedoch wieder neue Chancen. Der Silberpreis handelt trotz der Korrektur noch immer rund 130 % über dem Niveau von Anfang 2025, was eine beeindruckende Entwicklung ist. Das Ende dieser Bereinigung dürfte eine neue Gelegenheit bieten, um auf eine erneute Rallye bei Gold und Silber zu setzen.

Am langfristig bullischen Umfeld weltweit steigender Schulden, die letztlich über Inflation und finanzielle Repression tragfähig gemacht werden müssen, hat sich nichts geändert. Diese Korrektur nach der historisch starken Rallye sollte man daher nicht fürchten, sondern als Chance betrachten, um erneut günstiger in Edelmetalle langfristig investieren zu können.

Der Silberpreis konsolidiert auf hohem Niveau – rund 130 % über dem Preisniveau von Anfang 2015

Technische Analyse: Gold – Pull Back an Aufwärtstrend nach Iran-Deal

Terminmarkt: CoT-Report

Der COT-Report wird immer freitags seitens der US-Terminmarktaufsicht (CFTC) veröffentlicht, wobei der Stichtag der Datenerhebung der Schlusskurs vom Dienstag ist. Die COT-Daten werden also immer mit einer Verzögerung von drei Tagen veröffentlicht. Premium Abonnenten von Blaschzok Research erhalten vor Handelsschluss am Freitag ein Blitzupdate mit Analysen zu Gold, Silber und Platin. Die COT-Daten ermöglichen einen Blick in die Zukunft, da sie einerseits ein Sentiment-Indikator sind und andererseits eine gute Einschätzung des Angebots und der Nachfrage am physischen Markt ermöglichen. Mit ihnen hat man einen Vorteil im Trading am Rohstoffmarkt.

CoT-Analyse vom 12. Juni:

Der Goldpreis stieg zur Vorwoche um 234 US-Dollar an, während die Spekulanten in der gleichen Zeit mit 5 Tsd. Kontrakten short gingen. Das ist nicht viel. Dementsprechend hat sich der absolute CoT-Index auch nur um 2 Punkte auf 55 Punkte verbessert. Da das Open Interest jedoch anstieg, verbesserte sich immerhin der CoT-Index, zum Open Interest adjustiert, von 0 auf 7 Punkte.

Nichtsdestotrotz befinden sich die Terminmarktdaten mit einem CoT-Index von nur 7 Punkten, zum Open Interest adjustiert, weiterhin im Verkaufsbereich. Das Sentiment ist immer noch extrem bullisch und bislang ist kein Zeichen von Kapitulation am Goldmarkt in dieser Korrektur zu erkennen.

Es gibt demnach weiterhin erhebliches Long-Drop-Potenzial, sobald Meldungen aufkommen, die bärisch für den Goldmarkt sein könnten. Entscheidend in dieser Woche ist die Fed-Sitzung am Mittwochabend. Zeigt sich die Fed hier hawkish, droht ein weiterer Long-Drop. Stop-Loss-Orders auf der Unterseite sind bei diesen Daten sehr wichtig. Nach den CoT-Daten ist das Risiko für Preisrückgänge aktuell weiterhin sehr hoch.

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Der Terminmarkt zeigt – das Sentiment ist immer noch sehr bullisch

Die BIG4 halten eine relativ geringe Short-Position, was neutral zu werten ist

Pull Back und Test des gebrochenen Aufwärtstrends

Über Wochen hatte sich der Goldpreis zunehmend eingekeilt zwischen einem Aufwärtstrend, der bei rund 4.400 US-Dollar verlief, und einem Abwärtstrend bei rund 4.800 US-Dollar. Zuletzt schrieb ich:

„Ein Ausbruch darüber würde ein bullisches Kaufsignal liefern, wogegen ein Bruch des Aufwärtstrends, gemeinsam mit der Dreifachunterstützung, einen stärkeren Abverkauf nach sich ziehen sollte, der sich über mehrere Wochen oder sogar Monate erstrecken könnte. Die nächste bedeutende Unterstützungszone läge dann erst im Bereich zwischen 3.400 US-Dollar und 3.600 US-Dollar je Feinunze.“

„Im Moment spricht die kurzfristige Marktstruktur jedoch eher für die Bären, weshalb Vorsicht angebracht bleibt. Gleichzeitig eröffnet die aktuelle Situation spekulativ orientierten Tradern womöglich eine interessante Chance auf der Short-Seite, um von einem möglichen Bruch des Aufwärtstrends zu profitieren.“

Der Aufwärtstrend wurde mittlerweile gebrochen, während die Terminmarktdaten weiterhin eine deutliche Schwäche und ein Überangebot am Goldmarkt zeigen. Ein unterliegendes Defizit ist aktuell nicht erkennbar. Der Goldpreis fiel in der vergangenen Woche im Tief auf fast 4.000 US-Dollar. Lediglich der Iran-Deal verstärkte anschließend eine technische Gegenbewegung, die ohnehin zu erwarten war und im Zielbereich von 4.350 US-Dollar bis 4.400 US-Dollar mustergültig ihr Ende fand.

Auch ohne diesen geopolitischen Impuls hatte der Goldpreis das Potenzial gehabt, im Rahmen einer technischen Erholung bis in den Bereich um 4.400 US-Dollar anzusteigen. Mit einem Hoch bei 4.370 US-Dollar wurde diese Zielzone bereits nahezu abgearbeitet. Damit rückt nun die heutige Fed-Sitzung mit der anschließenden Pressekonferenz des Offenmarktausschusses in den Fokus. Sie dürfte maßgeblich darüber entscheiden, wie sich der Goldpreis in dieser und der kommenden Woche weiterentwickeln wird.

Zeigt sich Kevin Warsh neutral bis hawkish, dürfte der Goldpreis im Bereich um 4.400 US-Dollar erneut unter Druck geraten und in Richtung der nächsten Unterstützungszone zwischen 3.400 US-Dollar und 3.600 US-Dollar fallen. Sollte Warsh hingegen überraschend dovish auftreten, wäre eine Erleichterungsrallye bis in den Bereich um 4.500 US-Dollar möglich. Um das angeschlagene charttechnische Bild wieder zu verbessern, müsste der Goldpreis jedoch zunächst in den ehemaligen Aufwärtstrend zurückkehren und anschließend auch den Abwärtstrend überwinden.

Der Iran-Deal ist zwar kurzfristig ein stützender Faktor, doch das übrige Umfeld bleibt für die Edelmetalle weiterhin belastend. Der wichtigste Einflussfaktor für die kommenden Monate bleibt die US-Geldpolitik. Sollte Warsh hawkish bleiben und eine Bilanzreduktion signalisieren, wäre mit anhaltender Schwäche am Goldmarkt zu rechnen. Ein Abverkauf würde später wiederum die Grundlage für eine attraktive antizyklische Kaufchance schaffen.

Der Goldpreis in US-Dollar stand vergangene Woche kurz davor, seinen Aufwärtstrend zu brechen

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Goldpreis in Euro – der langfristige Aufwärtstrend wurde getestet

Zuletzt schrieb ich:

„Derzeit testet Gold in Euro seine 200-Tage-Linie an einer wichtigen Kreuzunterstützung. Sollte diese Unterstützung brechen, dürfte zunächst der mittelfristige Aufwärtstrend im Bereich um 3.400 € je Feinunze angelaufen werden. Hält auch diese Unterstützung nicht stand, wäre die nächste bedeutende Zielzone im Bereich zwischen 3.000 € und 3.100 € zu finden. Aktuell erscheint jedoch das bärische Szenario als das Wahrscheinlichere.“

Zum Zeitpunkt der letzten Analyse notierte der Goldpreis in Euro bei 4.839 € je Feinunze. Wie erwartet zeigte sich anschließend Schwäche und der Goldpreis durchbrach sowohl seine Kreuzunterstützung als auch die 200-Tage-Linie. Daraufhin folgte der erwartete Abverkauf bis in den Bereich um 3.500 € je Feinunze, nachdem Hoffnungen auf einen Iran-Deal infolge eines Trump-Posts den Rückgang vorzeitig stoppten. Die zuvor definierte Zielzone bei 3.400 € bis 3.500 € wurde damit dennoch nahezu vollständig erreicht und abgearbeitet.

Im Chart ist nun gut zu erkennen, dass der langfristige Aufwärtstrend erfolgreich getestet wurde. Bereits im Bereich um 4.100 € je Feinunze hatten wir auf diese Zielzone hingewiesen und den Bereich zwischen 3.400 € und 3.500 € als wahrscheinliches Korrekturziel identifiziert.

Aktuell greifen die Bullen auf diesem Niveau weiterhin zu, doch der Bruch der 200-Tage-Linie bleibt ein klares bärisches Signal. Gleichzeitig hat sich das fundamentale Umfeld bislang nicht nachhaltig verbessert. Die schwachen Terminmarktdaten sowie die aktuell geringe physische Nachfrage bleiben zusätzliche Belastungsfaktoren für den Goldpreis.

Sollte der langfristige Aufwärtstrend bei Gold in Euro brechen, läge die nächste bedeutende Unterstützungszone erst im Bereich zwischen 2.900 € und 3.000 € je Feinunze. Die heutige Fed-Sitzung dürfte dabei maßgeblich mitentscheiden, in welche Richtung sich der Markt entwickeln wird.

Zum aktuellen Zeitpunkt sollte man sich weiterhin auf einen erneuten Test des Aufwärtstrends im Bereich um 3.400 € einstellen und auch die Möglichkeit eines nachhaltigen Bruchs dieser Unterstützung auf dem Radar behalten.

Der langfristige Aufwärtstrend könnte noch ein weiteres Mal getestet werden

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Beste Grüße

Markus Blaschzok Chefökonom SOLIT / Inhaber Blaschzok Research

Über den Autor

Markus Blaschzok ist als Dipl.-Betriebswirt (FH) und Certified Financial Technician Autor eines bekannten Marktkommentars mit dem Schwerpunkt auf Edelmetalle, Rohstoffe und Austrian Economics sowie eines Premium-Informationsdienstes für Händler, Trader und Investoren. Vor der Gründung seines Research-Unternehmens im Jahr 2010 war er Chef-Analyst bei einem international tätigen Edelmetallhändler mit Sitz in München. Seit 2015 ist er Chef-Analyst bei der SOLIT Gruppe.