Der Euro brach unter der Last hausgemachter Probleme in den vergangenen beiden Wochen ein und fiel auf 1,08 $. Der erfolgreiche Brexit, eine innovations- und unternehmensfeindliche Politik mit immer höheren Steuern sowie die politische Destabilisierung Kerneuropas lassen der europäischen Wirtschaft kaum Chancen im internationalen Wettbewerb. Im ersten Quartal 2018 hatten wir die vom Markt erwarteten Wachstums- und Zukunftsaussichten Europas als völlig überzogen betrachtet und den Euro völlig überbewertet, weshalb wir bei 1,26 $ ein Verkaufssignal mit dem Ziel bei 1,05 $ für den Euro gaben. Seither wiederholten wir unzählige Male diese Prognose und diese hat sich bis zum heutigen Tag, insbesondere angesichts des laufenden QE-Programms der EZB, nicht verkehrt.

Während der Goldpreis in US-Dollar noch 14 % ansteigen muss, um sein Allzeithoch zu erreichen, erstürmte der Goldpreis in Euro aufgrund der Schwäche unserer Gemeinschaftswährung mit 1.462 € bereits ein neues Allzeithoch. Auch wenn der Goldpreis kurzfristig starke Anzeichen einer spekulativen Übertreibung im Rahmen eines extrem bullisches Sentiments aufweist, so zeigt der Euro bis dato kein bärisches Sentiment. Ein großer Teil des Preisanstiegs ist auf die Schwäche des Euros zurückzuführen und noch scheint die Abwertung nicht abgeschlossen zu sein. Sollte es zu einer finalen Verkaufspanik im Euro kommen, dann dürfte der Euro kurzzeitig unter die Parität zum Dollar rutschen.

Für den Goldmarkt bedeutet dies, dass der Terminmarkt zwar für eine kurz- bis mittelfristige Verschnaufpause spricht, bevor der Anstieg weiter gehen kann, doch eine weitere Abwertung des Euros könnte diese Korrektur in Euro gerechnet sehr mild ausfallen lassen. Letztlich dürfte das aktuell bereits herrschende stagflationäre Umfeld den Goldpreis weiter stützen und langfristig weiterhin haussieren lassen.

Gold in Euro vs. Euro in US-Dollar 17.02.2020

Der Euro erreichte ein zweieinhalb Jahrestief, während der Goldpreis in Euro auf ein neues Allzeithoch anstieg.

Euro Commitment of Traders 17.02.2020

Das Sentiment ist neutral für den Euro und ein weiterer Einbruch des Euros möglich.

Für den Goldmarkt bedeutet dies, dass der Terminmarkt zwar für eine kurz- bis mittelfristige Verschnaufpause spricht, bevor der Anstieg weitergehen würde, doch eine neuerliche Abwertung des Euros könnte diese Korrektur in Euro gerechnet sehr mild ausfallen lassen. Letztlich dürfte das aktuell bereits herrschende stagflationäre Umfeld den Goldpreis weiter stützen und langfristig weiterhin haussieren lassen. Wir hatten in den letzten Jahren stets wiederholt, dass der Goldpreis aufgrund der katastrophalen Geldpolitik in Europa seitens der EZB im Aufwärtstrend verbleiben und weiter ansteigen wird.

Gold in Euro 17.02.2020

Der Aufwärtstrend für Gold in Euro ist völlig intakt.

Allein seit Mitte 2018 wertete der Euro real zur stärksten Währung der Welt, dem Gold, rund 31 % an Kaufkraft ab. Wer sein Vermögen nicht in Gold, sondern in Euro geparkt hatte, der hat einen realen Verlust in dieser Höhe erlitten, den man nur sehr schwer wieder wettmachen kann. Jene können nur hoffen, dass der Goldpreis in Euro noch einmal kurzweilig um einhundert Euro korrigieren mag in den kommenden Monaten, um doch noch einmal zu einem besseren Wechselkurs das Papiergeld in Warengeld zu tauschen. Eine Alternative stellt der Kauf von Silber dar, das diesen Anstieg noch nicht im gleichen Umfang mitgemacht hat und mit einem Ratio von 89 immer noch historisch günstig ist. Wir erwarten, dass der Silberpreis mittel- bis langfristig den Goldpreis mindestens um das 1,5-fache outperformen sollte und im besten Fall sogar um das Dreifache! Damit könnte man die verpasste Rendite im Goldmarkt wieder reinholen, wenn man in einem Edelmetalldepot überproportional stärker auf Silber setzt.

Gold-Silber-Ratio 17.02.2020

Der Silberpreis ist historisch gesehen immer noch relativ günstig zum Goldpreis.

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Beste Grüße

Markus Blaschzok Chefökonom SOLIT / Inhaber Blaschzok Research

Über den Autor

Markus Blaschzok ist als Dipl.-Betriebswirt (FH) und Certified Financial Technician Autor eines bekannten Marktkommentars mit dem Schwerpunkt auf Edelmetalle, Rohstoffe und Austrian Economics, sowie eines Premium-Informationsdienstes für Händler, Trader und Investoren. Vor der Gründung seines Research-Unternehmens im Jahr 2010 war er Chef-Analyst bei einem international tätigen Edelmetallhändler mit Sitz in München. Seit 2015 ist er Chef-Analyst bei der SOLIT Gruppe.